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Pirates
Computerspiele sind Vorreiter für neue Interfaces in der Mensch-Computer-Interaktion. Wirklich innovative Interfaces
werden am Besten interdisziplinär entwickelt.
Impara betreute mit Pirates ein solches einsemestrig, interdisziplinär angelegtes Kooperationsprojekt der
Universität Magdeburg und der Hochschule Magdeburg-Stendal. Beteiligt waren Studenten im
Hauptstudium der Studiengänge Industriedesign(FH), Computervisualistik(Universität) und Elektrotechnik(FH).
Ziel des Projekts war der Entwurf und die Umsetzung unkonventioneller User-Interfaces für ein
Multi-Player Piratenspiel in Squeak.
Die konstruierten Steuergeräte erlauben eine direkte visuelle, haptische und akustische Interaktion, die im
besonderen Maße die grundlegenden Erfahrungen eines Nutzers mit Objekten der realen Welt auf die Interaktion mit
Objekten der virtuellen Spielewelt übertragen. Die entwickelten gegenständlichen Gaming Interfaces bieten eine
zusätzliche Qualität der Immersion und sind daher als Mittel zur Überbrückung von inhaltlichen und perzeptuellen
Distanzen besonders geeignet. Die ungewöhnliche Konstellation der Fachrichtungen Design/Informatik/Elektrotechnik
ergab auch ungewöhnlich interessante Lösungen, die weit von herkömmlichen Interface-Standards abweichen.
Zunächst galt es aber überzeugende Designentwürfe zu entwickeln. Dabei teilten sich die Studenten die "Piraten"-
und eine Göttergruppe auf. Die "Piraten" entwarfen, modellierten und programmierten jeweils ein Schiff während die
Göttergruppe für die Gestaltung der Welt mit Spiellogik und Wettereffekten zuständig war.
Beim Entwurf wurden die angehenden Designer von Prof. Carola Zwick und Prof. Dr. Christine Strothotte vom Fachbereich
Gestaltung unterstützt. Parallel dazu begannen sich die Computervisualistikstudenten in Squeak einzuarbeiten, auf
dessen Basis das Spiel laufen sollte. Über eine netzwerkgeeignete Spieleengine, die von der impara GmbH erstellt
wurde, konnten die einzelnen Teams gegeneinander antreten und die Stärke ihrer Schiffe testen. Ansprechpartner bei
Fragen und Problemen bei der Programmierung in Squeak und dem Aufbau eines Spielnetzwerks waren Dr. Bert Freudenberg
und Dr. Michael Rüger von der impara GmbH. Prof. Dr. Maic Masuch, Juniorprofessor für Computerspiele achtete auf die
spielerischen Gestaltungselemente des gesamten Projekts.



























